Die Asche zu erhalten, kann manchmal einen zweiten Schock auslösen. Selbst wenn man dachte, schon viel geweint zu haben, können unerwartete Gefühle auftauchen: plötzliche Leere, Verwirrung, tiefe Erschöpfung, Tränen ohne ersichtlichen Grund. Nichts davon ist ungewöhnlich. Trauer verläuft weder linear noch zeitlich festgelegt. Sie kommt in Wellen, und jede einzelne verdient es, ohne Wertung angenommen zu werden.
Glaubensvorstellungen und Traditionen können als Bezugspunkt dienen.
Für manche Familien ist die spirituelle Dimension von wesentlicher Bedeutung. Einige Traditionen empfehlen einen bestimmten Ort, andere ein bestimmtes Ritual. Waren die Überzeugungen des Verstorbenen in seinem Leben wichtig, kann die Auseinandersetzung damit innere Ruhe schenken. Doch auch hier gilt: Es handelt sich nicht um eine Pflicht, sondern um eine von vielen Möglichkeiten.
Sie haben das Recht, sich Zeit zu nehmen.
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