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Räum die Küche meiner Mutter auf! Sie stand auf und fühlte sich plötzlich klar: Sie würde heute nichts anfangen. Hinter ihrem Rücken hörte sie Schritte. Léonard stand direkt hinter ihrer Schulter. “Hast du beschlossen, einfach zuzusehen?” Wartest du, bis es von selbst verschwindet? Camille drehte sich langsam um. In ihrem Blick lag weder die übliche Gereiztheit noch das müde Einverständnis. Da war noch etwas anderes – sogar kühl, fast durchsichtig. “Nein”, sagte sie leise. “Ich werde nicht putzen.” Er blinzelte. “Was bedeutet ‘Ich werde nicht’?”

Das heißt, ich werde es nicht tun. Die Worte klangen ruhig, unangefochten. Und deshalb war mehr Kraft in ihnen, als wenn sie geschrien hätte. Léonard schnaubte. “Super. Super. Wer wird also aufräumen? Ja? “Wenn du denkst, es ist fair”, antwortete sie. Er machte einen Schritt zurück, als hätte sie etwas Unanständiges gesagt. “Fair?” Im Ernst? Meine Mutter hat für uns gekocht! Sie hat es versucht! “Für dich”, korrigierte Camille ihn sanft. “Sie hat für dich gekocht. Und sie hat das alles auch für dich arrangiert. Léonard stieß abrupt die Luft aus. “Nun, ja, wieder das Gleiche. Nicht alles passt zu dir. Alles nervt dich. Vielleicht liegt das Problem nicht bei meiner Mutter? Sie sah ihn an und verstand plötzlich: Eines Tages würde ihr dieser Satz wehtun. Es würde uns zwingen, uns zu erklären, zu erklären, uns zu beweisen. Jetzt – nein. Die Worte glitten vorbei. “Das Problem liegt nicht bei deiner Mutter”, sagte sie. “Und nicht einmal in der Küche. “Also in was? Camille ging an ihm vorbei und ging ins Wohnzimmer. Bruno blickte vorsichtig unter dem Sofa hervor und miaute leise, als er sie sah. Sie hockte sich hin und streichelte seinen Rücken. Ihre Finger zitterten – nicht vor Angst, sondern vor der Anspannung, die endlich einen Ausweg fand.

Léonard stand in der Tür. “Ich warte.” Sie richtete sich auf. “In der Tatsache, dass ich nicht mehr hier wohne, Léonard. Die Stille hing schwer, wie eine feuchte Decke. “Was für ein Unsinn?” “Das ist kein Unsinn. Sie stellte die Tasche auf den Tisch und öffnete den Reißverschluss. Sie holte eine Aktentasche heraus und stellte sie vor ihn. “Ich habe die Scheidung eingereicht. Er lachte. Nervös, kurz. “Du?” Hast du eingereicht? Wann hast du es gemacht? “Heute Morgen. “Durch das Geschirr?” Meinst du das ernst? “Nein. Nicht durch das Geschirr. Sie sah ihm direkt in die Augen. “Weil ich sechs Jahre neben dir existiert habe, nicht mit dir. Denn jeden Samstag fühlte ich mich in meinem eigenen Zuhause überflüssig. Weil du nie bemerkt hast, wenn ich Schmerzen hatte. Und weil man selbst jetzt denkt, es geht nur um die Platten. Léonard wurde blass. “Das hier… Es ist eine Art Hysterie. Du wirst dich abkühlen. “Nein. Ich habe mich schon beruhigt. Die Worte klangen fast zärtlich. Und deshalb wurden sie endgültig. Er ging zum Tisch und blätterte durch die Dokumente. Seine Finger wurden unbeholfen. “Du kannst nicht einfach aufstehen und gehen. “Ich kann.” “Und was ist mit…” stotterte er. “Was ist mit allem?” “Alles, na und?” fragte sie leise. Er antwortete nicht. Camille nahm die Tasche. “Die Wohnung bleibt bei mir. Das weißt du. Ich habe sie vor der Hochzeit gekauft. Er hob abrupt den Kopf.

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